Akademische Reitkunst Mittelsachsen

Akademische Reitkunst

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"Der Weg ist das Ziel."

 

Akademische Reitkunst - Was ist das?

 

Die Akademische Reitkunst stellt eine Wiederbelebung einer Art und Weise des Reitens dar, auf der Grundlage alter und moderner Wissensquellen. Richtungweisend sind vor allem die Überlieferungen von Xenophon, Pluvinel, Guérinière, Newcastle und Steinbrecht. Hinein fließen dabei neueste Erkenntnisse über physiologische Biomechanik und Möglichkeiten der geistigen Förderung von Pferden. Für detaillierte Ausführungen wird auf die folgende Seite verwiesen: http://knighthoodoftheacademicartofriding.eu/branderup/academic-art-of-riding


Der Weg

 

Es braucht seine Zeit, denn das Pferd gibt den Weg vor.

 

"Das Pferd ist der größte aller Lehrmeister. Es ist der Meister, der straft und belohnt. Es verschließt sich Dir, wenn Du auf andere Lehren hörst als auf die seinen." (Rudolf G. Binding)

 

Pferde weisen, ebenso wie Menschen und andere Lebewesen auch, häufig körperliche Eigenheiten auf. Die akademische Reitkunst mit der Ausbildung des Pferdes vom Boden aus, der zum Reiten vorbereitenden Arbeit an der Hand und der Arbeit unter dem Sattel, berücksichtigt diese. Mithilfe gezielter und ordentlich ausgeführter gymnastischer Lektionen, auf logischen Abfolgen und Naturgesetzen aufbauend, ist eine Verbesserung der „körperlichen Beeinträchtigungen“ möglich. Eine natürliche Begebenheit ist die körperliche Schiefe, aus der das Pferd allmählich gerade gerichtet wird, um später die Reiterlast gleichmäßig verteilen zu können. Daneben wird dem Pferd gelehrt, mit den jeweiligen Hinterbeinen unter den Schwerpunkt (die Reiterlast) zu treten. Ein korrekter Reitersitz unterstützt bzw. gibt die Schwerpunktfindung vor. Das Hilfenspektrum berichtigt dann lediglich ein Ungleichgewicht zwischen Reiter und Pferd und balanciert das losgelassene Pferd durch Anpassung der Form (Stellung und Biegung), des Tempos und Taktes aus. Der natürliche Bewegungsablauf des Pferdes wird nicht beeinträchtigt. Das Ideal mithin ist die Vorhand frei zu machen und das Pferd in den Hanken zu setzen.

Durch Führung, Motivation, Stärkung des Selbstbewusstseins und Routine können während der Arbeit auch charakterliche Eigenheiten verbessert werden.

 

Fazit:     „Die Dressur ist für das Pferd da, nicht das Pferd für die Dressur!“ (Bent Branderup)


Das Ziel

 

Für den „Nichtkenner“ mag diese Reitweise vielleicht unspektakulär erscheinen.
Doch spektakulär ist das Reitgefühl auf dem akademisch ausgebildeten Pferd, das sich im körperlich- und geistig-seelischen Gleichgewicht befindet. Mit Leichtigkeit und Charme tanzt das Pferd in beiderseitigem Vertrauen und folgt willig auf feinste Signale seines Reiterpartners.

 

Xenophon: „Was unter Zwang erreicht wurde, wurde ohne Verständnis erreicht und ist ebenso unschön wie das Spornieren eines Tänzers."

 

Diese ist eine wahre Freude und kann in Leidenschaft und neuem Lebensgefühl enden!

 

In dieser Lehre „wächst“ nicht nur das Pferd mit seinen Aufgaben. Auch sein Mensch übt sich in der Wahrnehmung seines Pferde-Partners, seiner Umgebung und der Wahrnehmung von sich selbst, denn: dein Pferd ist der Spiegel deiner selbst.